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Oft wurden Probleme beim öffen des Mundes und Einschränkungen der Kaufunktion angegeben.
Auch Tauchsportler konsultierten unsere Spezialsprechstunde, die für solche klinischen Symptome eingerichtet wurde. Die Diagnose hieß oft CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion).
Die Ursache dafür ist eine Fehlbelastung des Kiefergelenkes, falsche Position des Unterkiefer zum Oberkiefer sowie unphysiologische Benutzung der Kaumuskulatur. Beim Benutzen von Standardmundstücken kommt der Unterkiefer in eine Zwangsposition, die eine Fehlbelastung im Kiefergelenk, falsche Muskelanspannung und geänderte Blutzirkulation zur Folge hat. Damit sind die Ursachen für Schmerzen und Entzündungen gegeben.
Das vom einigen Tauchen praktizierte Einbeißen in einen später aushärtenden Kunststoff zur Mundstückherstellung ist nur eine anatomische Abformung der Kauflächen und berücksichtigt nicht die Unterkieferbewegung beim Öffnen des Mundes bzw. die Fixation durch einen Biss. Eine falsche Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer ist leicht möglich und bietet somit die besten Voraussetzungen für die genannten Probleme der CMD.
Der Unterkiefer wird immer wieder in die falsche Position zum Oberkiefer gezwungen ( Zwangsbiss ). Es ist keine Alternative zum individuell gefertigten Mundstück.
Mit einem durch einen Zahnarzt angefertigten individuellen Abdruck des Ober- und Unterkiefers und folgender Bissnahme, welche die Stellung des Unterkiefers in geringer Mundöffnungsposition fixiert, kann mit dem individuell gefertigten Mundstück eine ideale Muskelfunktion zum Halt des Mundstückes erreicht werden. Außerdem wird die genaue Anatomie des Ober- und Unterkiefers des Tauchsportlers erfasst. Zwangshaltung wie beim Standardmundstück und daraus resultierende Verkrampfungen der Gesichts- und Kaumuskulatur und deren Folgeerscheinungen sind ausgeschlossen. Das individuell gefertigte Mundstück hilft, die häufig bei Tauchern aufgetretene CMD zu vermeiden. Als Prophylaxe eine gute Methode. Der finanzielle Mehraufwand ist gerechtfertigt, wenn man an die massiven Schmerzzustände der CMD-Patienten denkt und an die oft erforderliche sehr langwierige Therapie.
Dr. Ursula Krause-Thieme


